Arbeitsweise des Energieeffizienz-Netzwerks.

Die Zusammenarbeit im Energieeffizienz-Netzwerk folgt einem Netzwerkzyklus, welcher in einem Zeitraum von 12 Monaten insbesondere folgende Phasen durchläuft:

Phase 1: Potenzialanalyse
Die erste Phase umfasst eine energetische Bestandsanalyse bei allen Netzwerkteilnehmern. Diese besteht aus einer Energiebilanz mit einer energetischen Bewertung, welche alle Energieströme des definierten Bilanzraums erfasst. Mithilfe der Energiebilanz können die Teilnehmer ihre Energieeffizienz- und Einsparpotenziale identifizieren und spezifische Energieeffizienzmaßnahmen für die Netzwerklaufzeit ableiten.
Phase 2: Netzwerktreffen
Während der Netzwerklaufzeit finden in regelmäßigen Abständen vier moderierte Netzwerktreffen pro Netzwerkzyklus statt. Diese Zusammenkünfte dienen dem gezielten Erfahrungsaustausch über organisatorische und technische Energieeffizienzmaßnahmen oder Rahmenbedingungen innerhalb einer Kommune. Bei Bedarf kann ein Netzwerktreffen auch einen Fachvortrag inklusive beratender Unterstützung durch einen Energieberater beinhalten. Welche Themen diese Schulungen enthalten sollen, werden gemeinsam mit den Netzwerkteilnehmern und Moderator festgelegt.
Phase 3: Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen
Im Rahmen der Netzwerkarbeit werden unabhängig von den regelmäßigen Netzwerktreffen die abgeleiteten Energieeffizienzmaßnahmen kontinuierlich von den Netzwerkteilnehmern umgesetzt und vom Netzwerkmoderator hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft. Auffallende Fehlentwicklungen werden dem Netzwerkmoderator gemeldet und in Abstimmung Anpassungsmaßnahmen eingeleitet.
Phase 4: Evaluierung und Monitoring der Netzwerkarbeit
In der letzten Phase der 12-monatigen Netzwerkarbeit erfolgt eine Evaluierung über die Zwischenergebnisse und Fortschritte der Netzwerkarbeit. Hierzu erstellt der Netzwerkmoderator einen Monitoring-Bericht je Netzwerkzyklus. In diesem werden die bisher erreichten Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen sowie die dadurch vermiedenen Treibhausgasemissionen dargestellt. Darüber hinaus bietet die Evaluierung auch die Möglichkeit, auf strukturelle und organisatorische Probleme in der Netzwerkarbeit hinzuweisen.
Der Kreislauf: Netzwerk-Gründung & Evaluierung; gemeinsames Energieeffizienz-Ziel; Umsetzung und Monitoring der Effizienzmaßnahmen sowie Erfahrungsaustausch bei Netzwerktreffen; Energiebilanz und Bewertung
Die Schritte innerhalb eines Netzwerkzyklus von k.e.n.o

Aufbau eines systematischen Energiemanagements für Kommunen.

Jede Kommune befindet sich innerhalb des kommunalen Energiemanagements in einem unterschiedlichen Stadium. Kleine Kommunen kämpfen meist mit der Herausforderung, alle energierelevanten Daten kontinuierlich zu erfassen und einen Energiemanager einzustellen. Bei größeren Kommunen besteht die Herausforderung vor allem darin, die große Anzahl der Liegenschaften zu betreuen und aus einer Vielzahl von Objekten dasjenige mit dem größten Energieeinsparpotenzial zu ermitteln. In beiden Fällen ist der kontinuierliche Verbesserungsprozess entscheidend. Basierend auf dem Managementzyklus PDCA (Plan-Do-Check-Act) geht es bei dem kommunalen Energiemanagement vor allem darum, sich kontinuierlich zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund eignet sich die Teilnahme an einem Energieeffizienz-Netzwerk sowohl für kleine als auch für größere Kommunen, denn durch die Moderation und Begleitung durch ihren Energie-Experten, wie das Energieberatungs-Team der OVAG, kann ein systematisches Energiemanagement in jeder Kommune aufgebaut und verbessert werden.