Stimmen zum Energieeffizienz-Netzwerk.

Welchen Mehrwert bietet Ihnen / Ihrer Kommune k.e.n.o?

Dietmar Krist, Bürgermeister Antrifttal: k.e.n.o gibt uns die wichtigen Parameter und Analysestrukturen an die Hand, um ein individuell auf die Kommune zugeschnittenes Energiemanagement zu etablieren. Dabei steht die Zusammenarbeit der Praktiker aus den Kommunen im Vordergrund, um die besten Lösungsansätze gemeinsam zu entwickeln.

Birgit Herbst, Klimaschutzmanagerin Nidda: Das Netzwerk hilft uns, unsere Energiedaten effizient auszuwerten und somit Schwerpunkte für weitere Maßnahmen finden zu können. Zudem haben wir die Möglichkeit, von anderen Kommunen und deren Erfahrungen zu profitieren. Wir haben schon erste Erfahrungen weitergereicht und auch entgegengenommen.

Edwin Schneider, Bürgermeister Ulrichstein: Durch das k.e.n.o werden die Energiesparmaßnahmen der Stadt Ulrichstein intensiviert und das Bewusstsein für die Einsparung von Energie wird gestärkt.

Markus Michel, Klimaschutzmanager Wölfersheim: Der größte Mehrwert ist aktuell der interkommunale Austausch zwischen den Mitwirkenden. Durch diesen Austausch lassen sich einige Probleme und Fragen zum Energiemanagement schnell und unbürokratisch klären.

Welche Herausforderungen erkennen Sie in Ihrem aktuellen kommunalen Energiemanagement?

Dietmar Krist: Die energetische Sanierung von kommunalen Gebäuden ist nicht nur unter finanziellen, sondern auch unter umweltpolitischen Gesichtspunkten von besonderer Bedeutung. Die Analyse der Gebäude unter Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten, der Nutzungsart des Gebäudes und den finanziellen Voraussetzungen ist für unsere Finanzplanung essentiell.

Birgit Herbst: Die größte Herausforderung unseres Energiemanagements liegt in der Anzahl der Liegenschaften. Bei 18 Stadtteilen haben wir einen Bestand von über 100 öffentlich genutzten Liegenschaften, die mit Energie versorgt und durch das Energiemanagement überwacht werden. Daneben gibt es zahlreiche, weitere Stromabnehmer, die aber nicht zu einem Gebäude gehören.

Edwin Schneider: In unserer kleinen Verwaltung der Stadt Ulrichstein gibt es kein separates Liegenschaftsamt, so wie das in größeren Kommunen üblich ist. Stattdessen sind die Arbeiten für diesen Bereich in der gesamten Verwaltung verteilt. Will heißen: jeder macht ein bisschen was. Das Energiemanagement wird durch das k.e.n.o mehr ins Bewusstsein gerufen.

Markus Michel: Aus dem Energiemanagement lassen sich einige schnelle Maßnahmen ableiten. Zum Beispiel können kurzfristige Erfolge erreicht werden, indem alte Leuchtmittel durch energiesparende Leuchtmittel ersetzt werden. Als eine große Herausforderung sehen wir aktuell energetische und bauliche Maßnahmen in den Liegenschaften, die eine detaillierte Planung benötigen. Eventuell lassen sich durch k.e.n.o weitere Synergien entwickeln.

Welche Erfolge konnten Sie bereits durch die Netzwerkarbeit von k.e.n.o erzielen?

Dietmar Krist: Wir konnten mit einigen wenigen Weichenstellungen ein Energiemanagement installieren, das auch für unsere kleine Verwaltung praktikabel und aussagekräftig ist, um unsere Energiekosten immer im Blick zu haben.

Birgit Herbst: Durch die Basisanalyse mit einem einfachen Excel-Tool aus dem Netzwerk, haben wir in dem eingebrachten Bilanzrahmen erfolgreich erste Gebäude mit weitergehendem Untersuchungsbedarf herausgestellt. Die Detailanalyse der Verbrauchersituation und Erstellung von Sanierungsfahrplänen steht an.

Edwin Schneider: Allein durch das Zusammenstellen der Energiedaten ist uns bewusst geworden, wieviel Energie eigentlich verbraucht wird. Kleinere Maßnahmen, die nicht kostenintensiv waren, wurden auch durch den Erfahrungsaustausch mit den anderen Netzwerkteilnehmern bereits umgesetzt, z. B. der Austausch von Leuchtstoffröhren durch LED-Röhren in den bestehenden Lampen.

Markus Michel: Das k.e.n.o hat mit neuen Auswertungsmethoden unser bestehendes Energiemanagement verbessert und die Auswertung vereinfacht.

Was erhoffen Sie sich durch die weitere Netzwerkarbeit innerhalb von k.e.n.o?

Dietmar Krist: Mittels des KIP-Programms wurden bereits in unserer Gemeinde energetische Maßnahmen durchgeführt. Diese gilt es fortzusetzen und im Rahmen von Förderprogrammen, die kostengünstigste Lösung für unsere Kommune zu entwickeln. Das k.e.n.o kann zur Entwicklung eines Sanierungskonzepts für einzelne Liegenschaften eine wichtige Hilfestellung sein.

Birgit Herbst: Wir hoffen, mit Hilfe des Netzwerkes beim Energiemanagement langfristig Strukturen und Arbeitsweisen zu schaffen, welche die Stadt Nidda bei der Erreichung ihrer Klimaschutzziele unterstützt und eine nachhaltige – sowohl energetisch als auch finanziell – Gebäudebewirtschaftung ermöglicht.

Edwin Schneider: Als Ergebnis wünsche ich mir weitere Vorschläge zur kostengünstigen Energie- und CO2-Einsparung, was sich auch in der Stadtkasse durch geringere Energiekosten bemerkbar machen soll.

Markus Michel: Wir erhoffen uns, dass wir unser Energiemanagement stetig weiterentwickeln können und dass wir dadurch immer wieder neue Erkenntnisse zu möglichen Energieeinsparungsmaßnahmen ableiten können.