Senkung der Abwassergebühren um 15 und 22 Prozent

Nidda und Schotten profitierten von der Zusammenarbeit mit der OVAG.

Erfreuliche Nachricht für die Bürger von Nidda: Der Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetriebe (ZOV) senkt zum 1. Januar 2020 die Abwassergebühren. Ab dem neuen Jahr werden dann 55 Cent anstelle 65 Cent je Quadratmeter versiegelter Fläche und Jahr erhoben. Das entspricht einer Reduzierung von 15 Prozent. Außerdem 2,10 Euro anstelle 2,70 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser, was eine Reduzierung von 22 Prozent ausmacht.

Nach Auskunft von Joachim Arnold, Geschäftsführer des ZOV und Vorstand der OVAG, führen technische und wirtschaftliche Erfolge zu der Reduzierung. „Zum einen konnten die Zinsaufwendungen gesenkt werden, die wir für Investitionen aufnehmen müssen. Zum anderen sind in den vergangenen Jahren mehr als 230 neu bebaute Grundstücke in der Großgemeinde Nidda an das Abwassersystem angeschlossen worden und somit konnten die Fixkosten für die Einzelnen reduziert werden. Diese wirtschaftlichen Vorteile geben wir natürlich an die Bürger weiter.“

Arnold verweist in diesem Zusammenhang auf die langfristige Strategie hin welche der ZOV verfolge. „Kontinuierliche Erneuerung des Kanalnetzes, wo diese sinnvoll ist. Das ist auf die Zeit gerechnet günstiger als häufige punktuelle Reparaturen. Setzt aber umfangreiche Untersuchungen und vorausschauende Planungen voraus. Hier profitieren die Bürger von der OVAG als erfahrenem und kompetentem Betriebsführer von Infrastruktur-Netzen.“

Einen wichtigen Anteil an den Gebühren hat mit rund fünfzig Prozent der Gesamtkosten die Verbandsumlage für die Abwasserreinigung. Diese wird vom Abwasserverband Oberhessen für die Städte Nidda und Schotten übernommen. Auch hier ist die OVAG Betriebsführer. „Der Abwasserverband“, so Arnold, der gleichzeitig ehrenamtlicher Verbandsvorsteher des Abwasserverbandes Oberhessen (AVOH) ist, „hat gut ausgebildetes Personal und eine technische Leitung aufgebaut, die kontinuierlich nach Verbesserungen suchen und nachhaltig wirkende Einsparungspotentiale erschließen.“

Etwa durch die interkommunale Zusammenarbeit mit dem benachbarten Abwasserverband Oberes Niddertal, die zu einer Senkung der Kosten beider Verbände beitrug. Zudem wurde die Energieeffizienz der Verbandsanlagen deutlich verbessert und die gezielte Erweiterung des Verbandsgebiets umgesetzt. Nicht zu vergessen die Optimierung der Steuerung der Anlage, wodurch die Reinigungsleistung besser ist als gesetzlich gefordert. Arnold: „Alles Vorteile im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes sowie für die Städte Nidda und Schotten, von denen letztlich die Bürger profitieren können.“

Elektriker bei Wartungsarbeiten an einer Kreiselpumpe.
Elektriker Patrick Lotz bei Wartungsarbeiten an einer Kreiselpumpe.

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