Voneinander lernen, gemeinsam sparen

Nach langer Zeit konnte erstmals wieder ein Präsenztreffen der Mitglieder des Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerks Oberhessen (k.e.n.o) stattfinden.

Endlich wieder sich persönlich austauschen, sich die Einrichtungen der anderen Kommunen vor Ort anschauen und natürlich auch wieder einiges Neues mitnehmen: Nach einigen Online-Veranstaltungen während der Corona-Pandemie konnten sich die Mitglieder des Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerks Oberhessen (k.e.n.o.) jetzt zum ersten Mal wieder persönlich treffen, um mit Hilfe der OVAG neue Tools für das kommunale Energiemanagement auszuprobieren und umzusetzen. Im September trafen sie sich dazu in Nidda.

Diesmal ging es darum, sich in ein neues Tool einzuarbeiten, das die OVAG extra für Kommunen erarbeitet hat und mit dessen Hilfe man Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Effizienzmaßnahmen durchführen kann. Konkret handelt es sich um eine Werkzeug, in der man diverse Kosten und Eckpunkte wie Investitionskosten, laufende Kosten und weitere Bedingungen für geplante Energieeffizienzmaßnahmen eintragen kann, um am Ende herauszufinden, was die wirtschaftlichste Lösung ist. Will man zum Beispiel eine Heizung in einem kommunalen Gebäude erneuern, kann man hiermit berechnen, welche Lösung sich lohnt, also etwa, alles komplett zu erneuern oder nur bestimmte Teillösungen umzusetzen. Lohnt sich vielleicht ein Weiterbetrieb oder eine Umstellung auf eine Pelletheizung? Und wann genau, also zum Beispiel wenn man sowieso an der Sanierung des Gebäudes arbeitet? Die Tabelle zeigt verschiedene Varianten an, indem man sensitive Faktoren ändert. Auch Fördermittel sind hier einbezogen. „Ein solches Tool haben sich die Netzwerkteilnehmer von uns gewünscht und sehnlichst erwartet. Wir können es allen k.e.n.o-Teilnehmenden nun kostenlos zur Verfügung stellen“, berichtet Sophia Röhrich, die mit ihrer Kollegin Johanna Dunez das Netzwerk von Seiten der OVAG aus betreut. „Wir haben mit der Schulung dazu warten müssen, bis wir uns wieder in Präsenz treffen konnten, um alle einzeln adäquat beim Testen betreuen zu können.“

Sechs Kommunen haben nun an der ersten Schulung teilgenommen. Im nächsten Jahr im Oktober endet nach fünf Jahren der Förderzeitraum für k.e.n.o. und damit auch die Netzwerk-Zusammenarbeit. „Die Kommunen und Kreise haben in dieser Zeit viel voneinander gelernt und profitiert und sind nun wissensmäßig alle auf einem ähnlichen Stand. Auf dem Gebiet der allgemeinen Beratung haben wir quasi alles vermittelt, was möglich war“, freut sich Sophia Röhrich über den Erfolg der Treffen. Auch nach Auslaufen der kommunalen Zusammenarbeit bietet das Energieberatungs-Team der OVAG weiterhin seine individuelle Energieberatung für Kommunen, wie beispielsweise die Erstellung eines Sanierungsfahrplans, als Dienstleistung an, die es für Kommunen und Unternehmen gibt. Zunächst aber findet das nächste k.e.n.o.-Treffen im Dezember in Antrifttal statt, dann hoffentlich ebenfalls wieder direkt vor Ort.

Die k.e.n.o.-Mitglieder freuen sich über ihr erstes Präsenztreffen nach langer Zeit.

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