„Bisher blendend gemeistert“

Claus Spandau zieht bei ZOV-Verbandsversammlung zufriedenstellend Jahresbilanz – „Ich bin guten Mutes“.

Eine zufriedenstellende Bilanz zog trotz Corona-Zeit und der damit einhergehenden Reglementierungen und Vorschriften Claus Spandau bei der letzten Verbandsversammlung des ZOV (Zweckverband Oberhessische Versorgungsbetrieb) für den OVAG-Konzern. In seinem „Lagebericht“ im Bürgerhaus Nieder-Florstadt sagte der Vorsitzendes der Verbandsversvorstandes: „Unser Konzern hat diese nicht einfach Zeit bisher blendend gemeistert.“ Dies fuße auf der Besonnenheit des Vorstands, der engen Einbindung der Führungskräfte und des Betriebsrates sowie dem engagierten Einsatz der Mitarbeiter. Dies allein schon sei ein Beleg für das gute Betriebsklima. „Allein das Bewähren in dieser Situation zeigt deutlich, dass sich der OVAG-Konzern nach wie vor auf gutem Kurs befindet.“

In seiner Rede skizzierte Spandau wichtige Projekte und Ereignisse der einzelnen Konzerngesellschaften im Jahr 2020. Trotz der Corona-Krise seien die Baumaßnahmen der ovag Netz GmbH, die dem Zweck dienten, das bestehende Stromnetz in ausgezeichnetem Zustand zu halten, gut vorangegangen. Beispielhaft führte er das Umspannwerk in Alsfeld an, dessen Investitionsplan sich von 2019 bis 2022 erstrecke.

Im Bereich „Digitalisierung des Messwesens“ haben es zwar aufgrund von Corona ein kurzes Aussetzen beim turnusgemäßen Tausch der Modernen Messeinrichtungen gegeben; mittlerweile gehe es aber – unter Berücksichtigung der erforderlichen Schutzmaßnahmen – plangemäß weiter.

Aus dem Bereich Wasser hob Claus Spandau die OVAG-Wasserampel ab dem kommenden Jahr hervor, die mit den kommunalen Kunden im Dialog kommuniziert wurde. Auch in dieser Sparte ging es weiter mit wichtigen Arbeiten, etwa dem Projekt Fernwasserleistung in der Nähe von Assenheim, wo die Herstellung einer neuen Bahnquerung und eines Übergangsschachtes erforderlich war.

Lobend äußerte sich Spandau zum Ausbau der Energiedienstleistungen der OVAG. Etwa dem Angebot des OVAG powerfox, einem Produkt für die Haushaltskunden, mit dem diese nach der Installation über eine moderne Messeinrichtung oder einen elektrischen Zähler verfügen, der in Echtzeit „Stromfresser“ identifizieren kann. Außerdem: „Umgestellt wird die Abrechnung der 64 öffentlichen E-Ladesäulen“, führte Spandau weiter aus. „Für die Kunden birgt das den Vorteil, dass sie nicht mehr wie bisher vom Dienstleister Plugsurfing abgerechnet werden, sondern über eine spezielle OVAG-App.“

Spandau streifte auch die Rekordeinspeisung der OVAG bei der Grünstrom-Erzeugung im Jahr 2019, der Großteil davon erzeugt in den 16 Windparks des Unternehmens. Allerdings: „Aufgrund rechtlicher Hindernisse konnte 2019 und 2020 kein Windpark in Betrieb genommen werden. Untergeachtet dessen wurden weitreichende Planungen für künftige Projekt vorangetrieben.“

Spandau stellte sich auch der Frage, wie sich Corona auf die Ergebnisse der Konzerngesellschaften auswirkt. „In jedem Fall wird die Verlustübernahme für die VGO deutlich ansteigen, da die Einnahmen wegen der vorgegebenen Kontaktbeschränkungen einen massiven Einbruch der Fahrgastzahlen nach sich gezogen haben.“ Auch andere Unternehmen des Konzerns hätten negative wirtschaftliche Auswirkungen durch Corona, beispielsweise seien die durch das Netz durchgeleiteten und die abgenommenen Strommengen bei den Gewerbekunden gesunken. Die möglichen Auswirkungen im Hinblick auf die Ausfälle von Forderungen würden sich erst mit Verzögerung im nächsten Jahr zeigen.

„Erfreulicherweise aber hat das Unternehmen bisher im Laufe dieses Jahres höherer Winderträge erzielt, so dass es dadurch möglich ist, einen Teil der Corona-Ausfälle zu kompensieren.“

Er sei „guten Mutes“, dass der OVAG-Konzern gut für die Zukunft aufgestellt sei, für all die Herausforderungen, denen sich sämtliche Teile des Unternehmens stellen müssten. „Mein Optimismus speist sich aus dem Wissen um die Qualifikation und das Engagement, um das gute Zusammenwirken zwischen Vorstand und Mitarbeiterschaft.“

Claus Spandau zieht bei ZOV-Verbandsversammlung zufriedenstellend Jahresbilanz.

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